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Therapiepferd kaufen - auf was muss ich achten

Der Kauf eines eigenen Therapiepferdes und damit verbunden beispielsweise die Selbständigkeit in der Reittherapie, müssen wohl bedacht und geplant sein. Daher geben wir eine Übersicht an die Hand, die bei der Entscheidungsfindung helfen kann.

Wer darf die Reittherapie anbieten?

Es gib verschiedene Varianten der tiergestützten Therapie. Hier folgend geht es um die Reittherapie und Hippotherapie.

Anders als oftmals verstanden, wird nicht das Pferd therapiert, sondern es stellt die Schlüsselfunktion in der Therapie mit Kindern und Erwachsenen dar, die durch das Pferd motiviert über eigene Grenzen hinauswachsen und Fähigkeiten (re-)aktivieren.

Daher ist das Therapiepferd hier der entscheidende Aspekt, im Einklang mit dem Therapeuten.

Wer in die Reittherapie oder auch Hippotherapie einsteigen möchte, muss sich mit den Zulassungsvoraussetzungen auseinandersetzen. In der Regel lauten diese so:

  • qualifizierte Physio- und Ergotherapeuten,
  • die über mindestens ein Jahr Berufserfahrungen verfügen und außerdem
  • qualifizierte Reiter mit mehrjähriger Erfahrung sind,

sich zur „Fachkraft für Reittherapie“ ausbilden lassen können. In einigen Ausbildungsbetrieben wird auch ein Erste-Hilfe-Kurs vorausgesetzt. Die Fortbildung dauert je nach Anbieter zwischen vier und sechs Monaten und eignet sich für Menschen, die sich umfassendes praktisches und theoretisches Wissen über den professionellen Umgang mit Therapiepferden und Patienten aneignen möchten.

Am wichtigsten ist die persönliche Einstellung zum Tier und zur Tätigkeit. Therapeut und Pferd brauchen eine gute emotionale Basis zueinander. Als Reittherapeut zu arbeiten, ist nicht irgendein Beruf, sondern spiegelt eine Lebenseinstellung, eine Berufung wider.

Für wen eignet sich die Ausbildung als Reittherapeut?

Das außergewöhnliche Verhältnis zwischen Mensch und Pferd, ihr intuitives gegenseitiges Verständnis, hat dafür gesorgt, dass Pferde immer häufiger therapeutisch eingesetzt werden. Bei vielen körperlichen und neurologischen Beeinträchtigungen kann der Umgang mit dem Pferd sehr heilsam sein und die persönliche Verfassung verbessern. Das Pferd ist für den Erkrankten wie ein Partner und kann den Heilungsprozess beschleunigen oder den momentanen Zustand stabilisieren. Der medizinische Nutzen von therapeutischem Reiten ist unumstritten. Doch nicht jeder eignet sich für den Beruf und auch nicht jedes Pferd hat die gewünschten Eigenschaften.

Für alle, die im sozialpädagogischen, klinisch-therapeutischen oder pflegenden Berufen tätig sind und gerne mit Pferden umgehen, bietet sich eine Weiterqualifizierung zum Reittherapeuten an. Doch nicht jeder, der kann, sollte diesen Beruf auch ergreifen. In der ganzheitlichen Ausbildung geht es nicht so sehr um theoretisch angeeignetes, sondern mehr um erlebtes Wissen. Die Ausbildung sensibilisiert die Wahrnehmung, fördert die klare Kommunikation und die geistige wie die körperliche Präsenz.

Welche Eigenschaften braucht ein Therapiepferd?

Natürlich werden auch an therapeutisch eingesetzte Pferde Anforderungen gestellt. Therapiepferde sind speziell ausgebildete Pferde. Längst nicht jedes Pferd eignet sich hierfür. Eine gute Grunderziehung und Gehorsams sind elementar wichtig, schließlich muss das Tier stillstehen, wenn der Reiter von einer Rampe aufsteigt und darf erst auf das Zeichen des Therapeuten hin loslaufen.

Das ideale Therapiepferd ist kontaktfreudig, sanft, ein wenig neugierig, gelehrig und braucht starke Nerven. Es ist ein großer Unterschied, ob das Pferd von einem gesunden oder einem Menschen mit Handicap geritten wird. Deshalb eignet sich ein Tier mit offenem, zugänglichem Wesen am besten für den therapeutischen Einsatz. Da ein Therapiepferd ständig mit unkontrollierten Bewegungen rechnen muss, braucht es Vertrauen in den Menschen (vor allem Kinder) sowie körperliche und emotionale Reife. Aufgrund ihrer Lebenserfahrung sind ältere Pferde gelassener.

Warum ist es besser, eigene Therapiepferde zu besitzen?

Oft ist für Reittherapeuten die Arbeit mit eigenem Pferd sinnvoller als mit zur Verfügung gestellten Pferden. Sie sind autark und können mit dem eigenen Tier ganz anders arbeiten, die Verbindung zwischen Mensch und Pferd aktiv einsetzen.

Selbstverständlich muss die Kostenfrage geklärt sein, denn es sind nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch die Unterhaltskosten zu stemmen. Unfälle und Krankheiten führen zu Behandlungen, die unter Umständen recht langwierig sind.

Wo kann man Therapiepferde kaufen?

Viele Reitställe, die ihren Pferdebestand verkleinern möchten, inserieren in einschlägigen Portalen und Zeitschriften. Sie finden auch im Internet zahlreiche Inserate von entsprechenden Reiterhöfen und Therapieeinrichtungen. Sie brauchen lediglich die Suchworte „Therapiepferd kaufen“ in die Suchmaschine eingeben. Im Inserat sollte genau beschrieben sein, welche Ausbildung das Pferd hat und welche Tätigkeiten es zuvor ausführte. Wichtig ist natürlich auch, dass hier Eigenschaften erwähnt werden, die es für therapeutische Zwecke prädestinieren.

Welche Versicherungen braucht man als Reittherapeut?

Reittherapeuten tragen eine große Verantwortung – nämlich die für teilweise schwer behinderte Menschen, die sich im Rahmen der Therapie gänzlich dem Pferd hingeben können. Aus dem BGB heraus haften sie für Schäden, die sie selbst verschulden oder die ihr eigenes Pferd verschuldet. Die Reittherapeutenhaftpflichtversicherung schützt alle mit Pferden beruflich tätige Menschen vor Schadensansprüchen, die im Rahmen ihrer Berufsausübung entstehen. Auch das Pferd selbst muss versichert sein, denn die Arbeit mit Pferden birgt immer Risiken und die Haftung nach dem BGB ist in unbegrenzter Höhe gegeben.

Wie teuer ist eine Therapiepferde­haftpflicht­versicherung?

Das größte Kostenrisiko resultiert aus Haftpflichtansprüchen eines Patienten, der sich verletzt hat. Oftmals werden die Ansprüche direkt von der Krankenkasse an den Pferdehalter gerichtet. Das heißt, dass der Patient noch nicht mal gewillt sein muss, sich gegen den Therapeuten zu stellen. Das übernimmt die Krankenkasse ganz automatisch, wenn ein Patient nach einem Reitunfall ärztlich versorgt wird.

Wer eigene Therapiepferde hält, ist daher nahezu verpflichtet, für sie eine Therapiepferdehaftpflichtversicherung abzuschließen, sinnvollerweise kombiniert mit der Reittherapeutenhaftpflichtversicherung. Damit sind Sie gegen die wichtigsten Risiken bei der Ausübung Ihres Berufes geschützt. Die Höhe des Beitrags für die Reittherapeutenhaftpflicht- und Therapiepferdehaftpflichtversicherung berechnet sich aus verschiedenen Einzelfaktoren wie die Zahl der zu versichernden Reittherapeuten und der Anzahl der eigenen und fremden Pferde. Die Therapiehaftpflichtversicherung gilt für alle Rassen und Größen, ohne Vorschriften für Zaumzeug, das Tragen des Helms oder den Sattel. Die Frage nach den Kosten ist für viele Reiter vorrangig, doch in diesem Fall kann man sie fast vernachlässigen, denn mit durchschnittlich 25 Euro pro Monat ist sie sehr günstig.

Typische Schadensfälle

Im therapeutischen Reiten kommt es immer wieder zu Verletzungen des fremden Reiters, der in der Regel ungeübt oder so stark eingeschränkt ist, dass er das Tier nicht beherrschen kann. Wenn das Pferd nicht den Anweisungen folgt, sind die unterschiedlichsten Szenarien denkbar. Manchmal geht dabei auch etwas zu Bruch. Die finanziellen Aufwendungen, die zur Wiederherstellung der beschädigten Gegenstände erforderlich sind, trägt die Therapiepferdehaftpflichtversicherung. Noch problematischer sind Schäden, die beim Reiter entstehen, der ja eigentlich zur Genesung aufs Pferd gestiegen ist. Abgesehen vom seelischen Stress für den Pferdebesitzer können bei einem Unfall dramatisch hohe Folgekosten entstehen.


Tipp: wer die Reittherapeutenhaftpflicht- und Therapiepferdehaftpflichtversicherung in einem Vertrag vereint, der kann im Schadensfall sicher sein, dass die Versicherung in seinem Sinne handelt und nicht die klären möchte, ob der Reittherapeut oder das Pferd Schuld hat um ggf. auf einen zweiten beteiligten Versicherer abzuwälzen.


Da das Therapiepferd gleichzeitig das Arbeitsmedium für den Therapeuten darstellt, muss es gut abgesichert sein. Ist es krank, so kann der Reittherapeut nicht arbeiten und hat einen echten Verdienstausfall. In jedem Fall sollte das Therapiepferd daher mit einer Krankenversicherung abgesichert werden. Hier kann der Steuerberater helfen, ob die Kosten der Pferdeversicherung als Betriebsausgabe steuerlich geltend gemacht werden können.

Wer pferdetherapeutisch arbeitet, kommt um eine Therapiepferdehaftpflichtversicherung nicht herum. Da dauerhaft ein latentes Haftungsrisiko besteht, ist diese Versicherung die Grundvoraussetzung, um Reittherapie überhaupt anbieten zu dürfen. Achten Sie deshalb auf einen lückenlosen Versicherungsschutz. Nur so ist gewährleistet, dass Ihnen durch Schäden des Therapiepferdes oder durch Sie selbst verursachte Schäden keine finanziellen Nachteile erwachsen.

Pferde­kranken­versicherung für die beste medizinische Versorgung des Tieres

Die Pferdekrankenversicherung schützt Tierbesitzer vor hohen Folgekosten und sorgt dafür, dass das Pferd im Krankheitsfall die bestmögliche Behandlung bekommt. Für die Aufnahme in diese Versicherung gibt es keine Altersbegrenzung. Sie garantiert Ihnen in der Regel eine hundertprozentige Übernahme der Tierarztkosten (gemäß zweifachem Satz der Tierärzte-Gebührenordnung), weitere Konditionen sind möglich. Im Bedarfsfall werden sowohl die Kosten für ambulante als auch stationäre Behandlungen, Röntgen- und Labor-Untersuchungen sowie verordnete Arzneimittel erstattet. Die Versicherung übernimmt auch Vorsorgebehandlungen wie Impfungen bis zu einer bestimmten Höhe.

OP-Versicherung für Pferde: kleiner Beitrag für großartige Leistungen

Mit der Operationskostenversicherung für Pferde, kurz OP-Versicherung, sind Operationskosten abgedeckt. Diese Versicherung gewährleistet die freie Tierarztwahl weltweit, allerdings gibt es unterschiedliche Varianten. Vergleichen Sie daher genau, ob wirklich alle Operationen und nicht nur Kolik-Operationen mitversichert sind. Auch die 10-bis 14-tägige Nachbehandlung ist normalerweise in der Leistung mit eingeschlossen.

Pferde­transport­versicherung: unterwegs auf der sicheren Seite

Wer sein Therapiepferd häufiger transportieren muss, der kann mit einer Transportversicherung das Pferd auch unterwegs absichern. Die Versicherung erstattet den finanziellen Wert des Pferdes, wenn dieses bei einem Pferdetransport tödlich verunglückt.

Fazit

Wer seine Berufung zum Beruf macht, seinen Seelenfreund Pferd hinzuholen kann, der macht sich und andere Menschen glücklich und gesund, darauf kommt es an!

Autor: Anja Tylkowski

Reittherapeutenhaftpflicht

  • Haftpflichtversicherung für den Reittherapeuten
  • Umfasst die Hippotherapie, das heilpädagogischen Reiten und Voltigieren und das Reiten als Sport für Behinderte
  • Aufsichtsführung über Kinder und behinderte Menschen
  • Versicherungsschutz beim Umgang mit der Longe und im Reitunterricht
Auch absichern

Therapiepferdehaftpflicht

  • Therapiepferdehaftpflicht für alle Rassen und Größen, ohne Vorschrift zur Zäumung des Pferdes, für das Tragen eines Helmes oder das Nutzen des Sattels
  • nur 24,34 Euro für das eigene Therapiepferd, inkl. der Reittherapeutenhaftpflicht
  • Keine zusätzliche private Pferdehaftpflicht nötig!
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Autor/in: Anja Tylkowski
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